| Vereinfachtes Konsensieren |
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Vereinfachtes Konsensieren durch Handheben Wenn Konsensieren noch nicht zu den Standardabläufen in einer Gruppe gehört, erscheint es aufwendiger als die demokratische Abstimmung. Vergleicht man jedoch den gesamten Prozess der Lösungssuche, bestehend aus kreativer Kommunikation mit anschließender Bewertung und Entscheidung, so ist Konsensieren wesentlich schneller, friedlicher, geordneter und zielführender als herkömmliche Entscheidungsverfahren, da Zeit raubende Streitgespräche und Polemiken wegfallen, ja sogar Konflikte aufgelöst werden und ein Interessenausgleich stattfindet (siehe „Grundlagen“). Wenn für die Lösungssuche eine angemessene Zeit aufgewendet wird, sollte für die Bewertung und Entscheidung wenigstens ein Bruchteil davon zur Verfügung gestellt werden. Sollte dennoch in unkritischen Fällen die Bewertung besonders schnell gehen müssen, kann eine vereinfachte Version des W-Konsensierens zum Einsatz kommen, bei der die Teilnehmer eine eingeschränkte W-Stimmen-Skala von 0 bis 2 W-Stimmen verwenden und ihren Widerstand durch Handheben ausdrücken:
Nach diesem Schema werden alle Lösungsvorschläge nacheinander bewertet. Dazu fordert man alle Gruppenmitglieder zugleich auf, ihren Widerstand gegen den jeweiligen Vorschlag durch Handheben auszudrücken, zählt die erhobenen Hände ab und notiert diese Zahl beim Vorschlag. Wie beim ausführlichen Konsensieren (siehe „Praxis“) ist auch diese Zahl ein Maß für den Gesamtwiderstand, den der Vorschlag in der Gruppe erfährt. Man erhält sofort die Reihung der Vorschläge, welche als Entscheidungsgrundlage dienen kann (Anders als beim ausführlichen Konsensieren liegt der normierte Widerstand nun jedoch zwischen 0 und 2. Man könnte ihn mit 5 multiplizieren um ihn mit den dort erhaltenen Werten vergleichen zu können. Versuche haben ergeben, dass man damit umso näher an die Ergebnisse des ausführlichen Konsensierens herankommt, je mehr Personen daran beteiligt sind). Vereinfachtes Konsensieren bietet im Gegensatz zur demokratischen Abstimmung auch jenen Gruppenmitlgliedern eine Ausdrucksmöglichkeit, die Bedenken gegen einen Vorschlag haben, ohne ihn vollständig abzulehnen.
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